Der derzeit sicherste Investitionstipp: Ausbildung
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Dr. Bernhard Gröhs Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bgroehs@deloitte.at |
Auslandsjahr von Schülern und Studenten ist für Eltern steuerlich – bescheiden – absetzbar. Förderungen gibt es auch: aber wie?
Welche Veranlagungen in der heutigen Wirtschaftslage nachhaltige Werte sichern können, ist fraglicher denn je.. Eines ist jedoch sicher: die Ausbildung in der Jugend entscheidet über die späteren Berufsaussichten.
Der Finanzminister sponsert besondere Ausbildungsanstrengungen. So können Eltern die auswärtige Ausbildung ihrer Kinder als „außergewöhnliche Belastung“ steuerlich geltend machen – wenigstens EUR 110,- kann man unter bestimmten Voraussetzungen absetzen.. Unterstützt wird ein nachgewiesener mindestens fünfmonatiger oder längstens einjähriger fremdsprachiger Schulbesuch im Ausland. Schon bisher gab es dies für die Teilnahme an Studentenaustauschprogrammen. Nun kann aufgrund eines Urteils des Unabhängigen Finanzsenats (UFS) auch der Auslandsaufenthalt von Schülern steuerlich abgesetzt werden.
Mit guter Begründung: Bildung, national und international, wird von der Europäischen Union als Grundrecht definiert. Daher gibt es europarechtliche Maßnahmen zur Förderung der „Internationalisierung der Ausbildung“, mit dem Ziel, die Mehrsprachigkeit, Mobilität und interkulturellen Kenntnisse der EU-Bürgerinnen und -Bürger zu verbessern. Europäische Bildungsprogramme für Studenten bietet z. B. Erasmus an, für Schüler gibt es unter anderem das Comenius–Programm.
Die finanzielle Förderung von Ausbildung ist – gerade in Zeiten der Krise – eine aussichtsreiche Erfolgsstrategie. Bestmögliche Ausbildung steigert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Gescheite Köpfe sind auch die wertvollste Ressource unseres Landes. Man kann sie nicht genug fördern.
Apropos Förderungen: was gibt es dazu finanziell und wie findet man das? Begibt man sich auf die Suche nach einer Förderung für ein Auslandssemester, sollte man sich viel Zeit nehmen. Es gibt ein breit gefächertes Angebot an zur Verfügung stehenden Stipendien. Die Schwierigkeit liegt darin, diese zu finden und die konkreten Leistungen zu vergleichen. So gibt es EU-Förderungsprogramme (http://www.lebenslanges-lernen.at/), Stipendien der einzelnen Länder (z.B. http://www.topstipendien.noe-lak.at/), und auch Privatorganisationen, wie www.afs.at oder www.rotary.org/DE/STUDENTSANDYOUTH/ vergeben Stipendien.
Ebenso kompliziert wie die Suche nach dem geeigneten Stipendium stellt sich die Abschätzung der Leistungen dar. Bei Comenius etwa (einem EU-Förderungsprogramm für Schüler), variiert die Höhe der Unterstützung nach zu bereisendem Land.
Abhilfe bei diesem „Förderungsdschungel“ schafft zB der Österreichische Austauschdienst (http://www.oead.at/). Er bietet Informationen rund um das Auslandsstudium inklusive einer Stipendiendatenbank: Herkunftsland, Art der Förderung, Fachbereich und Zielgruppe werden eingeben und eine Liste der verfügbaren Stipendien scheint auf. Leider ist diese Seite bisher ausschließlich für Hochschüler konzipiert. Schüler, für die Auslandssemester immer attraktiver werden, müssen hier noch weit mehr Eigeninitiative aufbringen!
Dr. Bernhard Gröhs
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
ewernitznig - 3. Jul, 09:56

